Jugend surft sicherer!

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Studie "Jugend surft sicherer"


... ein Projekt für mehr Sicherheit beim Surfen in öffentlichen Einrichtungen im Bezirk Lichtenberg von Berlin.

 


1. Momentane Situation

Der Bezirk hat in den letzten Jahren viel investiert um den Jugendlichen in unserem Bezirk einen Zugang zum Internet zu ermöglichen. Fast jede Jugendeinrichtung bzw. Jugendklub verfügen über einen Internetanschluss. Diese Möglichkeit wird auch von den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr aktiv genutzt. Technisch wird der Zugang meist über einen Router* realisiert. Diese Geräte können für die jugendlichen Surfer in unseren Einrichtungen keinen bzw. nur sehr geringen Schutz vor unerwünschten bzw. problematischen Seiten gewährleisten.

2. Aufsichtspflicht der Pädagogen

Jugendeinrichtungen mit Internetanschluss haben gegenüber den Jugendlichen Surfern die Aufsichtspflicht. Diese Pflicht gegenüber den surfenden Jugendlichen im Internet kann momentan in den meisten Einrichtungen höchstens bei Einzelnen nie aber in der Gesamtheit gewährleistet werden. Computerführerscheine oder Belehrungen sind ein sinnvoller Ansatz, können aber nicht das Konsumieren von unerwünschten und problematischen Angeboten verhindern. Auch die örtlichen Gegebenheiten (wie sind die Rechner aufgestellt) können die Kontrolle für die Pädagogen erschweren. Da aber die Kinder und Jugendlichen im Internet bei keinem bzw. unzureichendem Schutz leicht auf Seiten mit Sex, Porno, Gewaltspiele sowie rechtsextremen Inhalten gelangen können, beeinträchtigt dies den Jugendschutz erheblich. Handlungsbedarf besteht daher für die meisten Einrichtungen in unserem Bezirk.

3. Warum ein Filtersystem ?

Es gibt derzeit nicht die Möglichkeit den Jugendlichen ein absolut sicheres Surfen zu ermöglichen. Aber wir sollten es für unsere Zielgruppe so sicher wie es zur Zeit technisch möglich ist, realisieren. Eine Möglichkeit wäre es ein zentrales Filtersystem auf einem Proxy** in den Einrichtungen zu installieren, das dann die Aufgabe übernimmt, bekannte rassistische, gewaltverherrlichende oder pornografische Seiten zu blockieren. So könnten wir unserer Zielgruppe einen Surfraum bieten, wo unerwünschte Inhalte gesperrt aber unbedenkliche durchgelassen werden. Die Software kann dann leicht vom pädagogischen Personal in den Einrichtungen an die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden. Die Einarbeitung eines Pädagogen der Jugendeinrichtungen in das Filterprogramm ist ebenfalls Bestandteil des Pilotprojektes. Auch die Vermittlung von Medienkompetenz an die Pädagogen der Einrichtungen fördert den Jugendschutz in den JFE' s. Eine sinnvolle Kombination zum Filtersystem stellt die Durchführung eines Zugangstests (z.B. den Mini Compass) da. Durch den Test können Grundlagen zur Nutzung des Rechners und des Internets abgefragt und vermittelt werden.

Dieses System stellt aber nur die technische Basis dar, eine Betreuung von geschultem Personal ist weiterhin nötig.




Die bis jetzt teilnehmenden Einrichtungen:

  • Holzwurmhaus - Sozialdiakonische Jugendarbeit
  • Offener Club Berlin - Verein für ambulante Versorgung
  • Pia Olymp - Kietz für Kits Freitzeitsport
  • Rainbow - Sozialdiakonische Jugendarbeit
  • internetLOUNGE - Media To Be | M2B e.V.
 

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