Medienumfrage (JuMU) 2011
Im Zeitraum vom 6. Mai bis zum 15. Juli führte Media To Be | M2B e.V. in gemeinsamer Kooperation mit der Jugendbegegnungsstätte plexus (publicata e.V.) im Bezirk Lichtenberg das Umfrage-Projekt „JuMU“ (Jugend-Medien-Umfrage) durch. Gegenstand der Umfrage war die Mediennutzung von im Bezirk ansässigen Kindern und Jugendlichen. Die Planung und Exekution des Projekts richteten sich dabei an zwei übergeordneten Fragestellungen aus:
- 1. Welche Medienformen nutzen Kinder und Jugendliche wie oft und welche Inhalte bevorzugen sie dabei aus welchen Gründen?
- 2. Inwiefern weisen Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien und deren Inhalten Medienkompetenz auf? Inwiefern wissen sie den Einfluss von Medien auf ihr Denken und Handeln zu identifizieren und die wahrgenommenen Inhalte kritisch zu reflektieren? Inwiefern obliegt ihrem Medienumgang ein Gefahrenbewusstsein?
Grundgedanke war es ferner, den Kindern und Jugendlichen eine Plattform zu bieten, auf der sie möglichst unverblümt und ehrlich ihre Meinung zu einer Vielfalt von medienrelevanten Themen wie Jugendmedienschutz, Soziale Netzwerke, Cybermobbing, TV-Konsum, Videospiele u.v.a. artikulieren konnten. Durch diese Form der aktuellen und realitätsnahen Bestandsaufnahme sollten u.a. mögliche Diskrepanzen zwischen äußerer Wahrnehmung und tatsächlicher Wirklichkeit offen gelegt werden, die wiederum im Zuge von Optimierungsprozessen in der Jugend(medien)arbeit und Jugend(medien)politik gewinnbringend berücksichtigt werden könnten. So könnten bestimmte Aussagen in ihrer Häufigkeit z.B. Handlungsbedarf bei einem bestimmten Sachverhalt signalisieren, andere würden vielleicht Vorurteile entkräften, so dass die Erwachsenen zum einen erst einmal wieder ruhig schlafen könnten und zum anderen ihre Energie auf andere, wesentlich problematischere Aspekte konzentrieren könnten. Insgesamt erhofften wir uns eine ehrlichere Haltung und eine zielgerichtetere Herangehensweise im Umgang mit Jugendlichen in der Jugendarbeit.
Zur Erhebung der Informationen und Meinungen wurden Video-Interviews und digitale Fragebögen verwendet. Als Befragungsorte fungierten die in Lichtenberg ansässigen Jugendfreizeiteinrichtungen und -clubs.
Dabei waren 28% der Befragten weiblichen und 72% männlichen Geschlechts.
Die Altersgruppe der 15- bis 16-Jährigen war hier mit 33% am Stärksten vertreten, gefolgt von der Gruppe der 19- bis 27-Jährigen mit 23% und den 13- bis 14-Jährigen mit 19%. Ferner gaben 14% ihre Zugehörigkeit zur Gruppe der unter-12- bzw. 12-Jährigen an, 11% machten wiederum die Altersgruppe der 17- bis 18-Jährigen am gesamten Teilnehmerspektrum aus.
Die Teilnehmer setzten sich wie folgt zusammen:
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Alle oben aufgeführten Teilnehmer wurden mit Fragestellungen zu verschiedenen Themenkomplexen konfrontiert, denen allesamt gemein war, dass sie im Zusammenhang mit „Medien“ standen.
Dazu gehörten:
- Nutzungshäufigkeit ausgesuchter Medienformen / -geräte
- Bestimmungsfreiheit über konsumierte Medieninhalte
- Fernsehdauer und Fernsehprogramm
- Aktivitäten am PC und im Internet
- Mitgliedschaft in Sozialen (Online-)Netzwerken
- Gefahrenbewusstsein im Internet (Risikobereiche, Cybermobbing-Erfahrungen und der Umgang damit etc.)
- Umgang mit privaten Daten im Internet
- Urheberrechtsverletzungen im Internet
- Gewalt in Computer- /Videospielen etc.
- Jugendmedienschutz (Konsum von nicht-altersgemäßen Filmen bzw. Computer- / Videospielen)
- Akzeptanz von Jugendschutzmaßnahmen wie „Sicherer Surfraum“ für Kinder und Jugendliche oder Altersbeschränkungen bei Medien
- u.v.m.



